Jetzt die 1-Tage Woche für Unternehmer.

Wenn nicht jetzt? Wann dann?

Gerade jetzt, in der Zeit in bzw. nach der Krise, muss eh Vieles neu gedacht werden. Am besten auch gleich das permanente Hamsterrad der Chefs. Lassen wir uns also einfach darüber nachdenken, was denn die Einführung der 1-Tage-Woche für die Unternehmer bringen würde. Dass es geht, habe ich ja selbst über viele Jahre bewiesen und gleichzeitig den Umsatz verdreifacht. 

„Unternehmer müssen nicht IM sondern AM Unternehmen arbeiten!“ Ulrich Zimmermann

Es ist nicht vermessen, sondern genau der richtige Zeitpunkt, jetzt darüber nachzudenken. In allen Coachings der letzten Monate wurde sehr deutlich, dass die allermeisten UnternehmerMenschen viel zu viel „IN“ und nicht „AN“ ihren Unternehmen arbeiten. Deshalb hat sie die Krise auch so hart getroffen.
 
Viele nennen sich zwar Unternehmer, sind aber letztlich „nur“ die fleißigsten und besten Fachkräfte im eigenen Laden. Sie arbeiten 50, 60, 70, … Stunden in der Woche. Ohne sie läuft nichts. Durch das selbstgeschaffene Hamsterrad haben sie viel zu selten den Kopf frei, um sich um die wirklichen UnternehmerAufgaben zu kümmern. Wenn sie nicht IM sondern AM Unternehmen arbeiten würden, wären sie völlig anders aufgestellt. Ziele, Strategie, Digitalisierung, Markt, Wachstum, Positionierung wären dann allen klar. Ihnen  selbst und allen Mitarbeitenden. Das hätte ganz Vielen das Überleben in der Krise deutlich erleichtert. Aber dazu braucht man Zeit. Routinefreie Zeit. Das geht nicht IM normalen ArbeitsTag. Gerade bei den kleineren Unternehmen bis 50 Mitarbeitern. Hier machen die Chefs fast alles selbst. Das spricht ja eigentlich für sie. Ist aber nicht zielführend. Es fehlt einfach fast immer eine zweite Führungsebene, die eigenständig ohne den Chef den Alltag beherrscht.
Die 1-Tage-Woche wäre ein tolles Ziel, weil sie zeigt, dass das Tagesgeschäft ohne den Chef läuft. Eine Provokation. Ein Tag mehr Freiraum pro Woche wäre für viele schon ein Durchbruch. 4 Tage Freiraum wären ein Traum.
Natürlich funktioniert die 1-Tage-Woche nicht auf Kosten der anderen sondern nur zum Nutzen aller.  Hinter der 1-Tage-Woche für den Chef steckt ja die Idee der persönlichen unternehmerischen Freiheit. Dazu stellen sich gleich drei Fragen: 1. Freiheit WOVON?, 2. Freiheit WOFÜR? und 3. Freiheit FÜR WEN? 

„Freiheit schaffen: WOVON? WOFÜR? FÜR WEN?“ Ulrich Zimmermann

Die Freiheit WOVON ist sehr schnell klar: Raus aus den Hamsterrädern und aus den DenkSilos. 

Die Freiheit WOFÜR ist der schwierigere Teil. Ich habe z.B. meine „routinefreien“ Tage für strategische Projekte genutzt. GroßKunden, Kooperationen, neue Wege, Führung, Begleitung von Mitarbeitern und den Aufbau meines TrainingsGeschäfts. Dessen Aufbau war durch diese Freiheit erst möglich. 
Im Tagesablauf meines Großhandels war ich der unwichtigste Mensch im ganzen Betrieb mit 23 Leuten. Ein ganz wesentlicher wichtiger Punkt, den ganz viele Unternehmer erst zu spät bemerken: Niemand kauft oder übernimmt ein Unternehmen, in dem alles an dem Mensch hängt, der gerade geht. Über 200.000 Unternehmen in D finden keinen Nachfolger. Weil es keinen Sinn macht, sie so abhängig von einer Person zu übernehmen. Ein Unternehmen mit einer eigenständig funktionierenden 2. FührungsEbene kann man leicht verkaufen oder übergeben. Aber ein Unternehmen, das vom Chef 100% abhängig ist, niemals. 

Ganz schlimm wird es bei der sogenannten „ungeplanten Nachfolge“ durch Unfall, Krankheit, Tod. Dann ist alles gefährdet, wofür man sich Jahrzehnte zu 150% engagiert hat. Eine echte Sackgasse. 

Mein Geschäft wäre definitiv nicht verkaufbar gewesen, wenn – wie bei meinem Vater – alles an mir als Chef gehangen hätte. Ich persönlich hätte mich auch nie mit anderen Themen weiterentwickeln können.
Jeder Mittelständler plant, sich irgendwann in den Ruhestand zurückzuziehen. Verkauf oder Übergabe. Sie planen allerdings oft nicht die Schritte dorthin und gefährden ihr Vermögen. Ein Unternehmen, das theoretisch ein paar Millionen wert ist, aber am Ende keinen Käufer/Übernehmer findet, ist faktisch nichts wert.
Es ist aus meiner Sicht unerlässlich, dass Unternehmer sich Schritt für Schritt wirklich konsequent völlig entbehrlich machen. Deshalb die provokative Forderung nach der 1-Tage- Woche. 

Niemand kauft oder übernimmt ein Unternehmen, das vom Chef allein abhängt Ulrich Zimmermann

Freiheit FÜR WEN? Na für alle. Eine 1-Tage-Woche auf Kosten der Mitarbeiter funktioniert definitiv nicht. Keine Chance. Es geht nur zum Nutzen aller. Meine Leute hatten WunschAutos, WunschGehälter und WunschArbeitsZeit. Je freier und größer und eigenständiger sie wurden, desto beruhigter konnte ich mich um andere Dinge kümmern.
 
Man könnte meinen, jetzt hätten viele bestimmt besseres zu tun, als sich um solche „Hobbys“ zu kümmern. Einer meiner Coaching-Ansätze ist es, vom idealen ZukunftsBild rückwärts zu planen. Also z.B. aus der gelungenen Übergabe in 10 Jahren rückwärts zu denken und jetzt schon die passenden Strukturen aufzubauen, inkl. der passenden steuerlichen Gestaltung.
Unternehmer sehen das große Bild (neben den Details des Alltags) und arbeiten gezielt daran. Wie will jemand eine 2. FührungsEbene zu seiner Entlastung aufbauen, wenn er selbst nicht loslassen kann? Wie will jemand FührungsKräfte führen lassen, der selbst nicht führt? Wann und wie will jemand sein Unternehmern dauerhaft stabil neu aufstellen, wenn er 8-10 Stunden am Tag im  operativen Tagesgeschäft steht? Wer Unternehmer ist und sein Unternehmen zukunftssicher aufstellen will, braucht Freiraum. Er braucht auch Zeit für den Austausch mit anderen Unternehmern. 

In meinem Projekt hike n´strike gehe ich mit Unternehmern genau deshalb 10 Tage im Jahr wandern. Unternehmer müssen mal raus. Unterwegs mit anderen Unternehmern, die auch etwas vorhaben. Unternehmer, die auch die gleichen Herausforderungen lösen wollen. 

Das machen wir 3 Tage mit Weitblick auf dem Berg, 4 Tage zur Reflexion am Strand und 3 Tage im Wald, damit wir vor lauter Wald auch wieder Bäume sehen. Genau jetzt ist der beste Zeitpunkt, sich und seine Strukturen, seine Ziele, seine HerzensWünsche zu reflektieren und neu aufzustellen.

Der Aufbau einer wirklich guten 2. FürhrungsEbene vergoldet den Laden und dauert seine Zeit. Ich selbst habe in meinem Unternehmen 5 Jahre gebraucht. Davon habe ich die meiste Zeit für 2 Themen gebraucht: 1. Vertrauen und 2. Zutrauen. Das sind beiden wichtigsten Erfolgsfaktoren. Die allermeisten mittelständischen Mitarbeitenden sind es einfach nicht gewöhnt, eigenständig zu arbeiten, selbst Entscheidungen zu treffen, Verantwortung zu übernehmen. Nicht weil sie es nicht könnten. Nein, weil sie es nie sollten. Der Chef macht das normalerweise. Und die meisten Chefs sind es nicht gewöhnt, ihre Leute in bestimmten strategisch festgelegten Bahnen einfach mal laufen zu lassen. Gegenseitiges Vertrauen und Zutrauen sind die beiden wichtigsten Hebel. Das braucht Zeit. Das braucht Begleitung. Das braucht oft ein großes Herz und kostet echte Nerven.

Vom idealen ZielBild aus rückwärts ins die Gegenwart planen Ulrich Zimmermann

Es hat sich bewährt einfach, Schritt für Schritt zu starten.
1. Klares IdealesZielBild – Die Frage nach WOHIN und WOZU sind so attraktiv geklärt, dass jeder das IdealeZielBild erreichen will. Für den UnternehmerMenschen und alle seine Mitarbeitenden.
2. Erfolgsfaktoren – Woran machen wir fest, dass wir auf dem richtigen Weg sind? Vom IdealenZielBild wird dazu ein FührungsCockpit abgeleitet und transparent gemacht. Jeder sollte immer wissen, wo wir stehen und wozu wir gerade an welchen Bereichen im Unternehmen arbeiten.
3. Das gesamte Unternehmen wird Schritt für Schritt auf diese IdealeZielBild fokussiert.
 
Die Menschen werden anhand ihrer Stärken und ihrer persönlichen Lebensziele integriert. Das ist ziemlich speziell. Wir stellen ein paar Sachen auf den Kopf: Normalerweise versuchen Unternehmer ihre Mitarbeiter, an die Belange des Unternehmens anzupassen. Ich empfehle das Gegenteil. Ich empfehle, das Unternehmen auf die LebensZiele und die Stärken der Mitarbeitenden anzupassen. Je mehr sich die UnternehmensZiele und LebensZiele der Menschen decken, desto leichter läuft es. Dann braucht man sich um die Motivation der Mitarbeitenden keine Gedanken mehr zu machen. Deshalb nennen wir Mitarbeitende auch lieber WegGefährten. So haben ALLE ein großes Interesse daran, mit Spass und Freude gemeinsamen Ziele zu erreichen. Die einen ihre LebensZiele und in der Folge daraus die UnternehmensZiele. Das hört sich für viele zu sozialromanisch an. Die allermeisten haben es einfach noch nicht ausprobiert. Ich habe 5 Jahre gebraucht, es umzusetzen – es war nicht immer einfach – und dann bis zum erfolgreichen Verkauf 7 Jahre damit sehr frei und sehr gut gelebt. Es ist 100% Win-Win für alle. Inklusive des Gewinns.
Ich sehe die Hamsterräder und Sackgassen von Unternehmern und sehe, was sich bewegt, wenn man es so umsetzt. Die 1-Tage-Woche für Unternehmer geht. Und sie rechnet sich sehr gut für alle.

Ulrich Zimmermann, Jahrgang 1962, ist selbst 20 Jahre Unternehmer gewesen und hat während der Verdreifachung seines Handels- und Produktions-Unternehmens gleichzeitig für sich noch die 1-Tag-Woche zum Nutzen aller Beteiligten eingeführt. Seit dem  erfolgreichen Verkauf seines eigenen Unternehmens engagiert er sich seit über 20 Jahren für andere kleine und mittelgroße Unternehmen. Er sieht sich als UnternehmerCoach und WegBegleiter für Unternehmer und nicht als Unternehmens-Berater. Für ihn sind die besten Berater  immer schon im Unternehmen. Seine Aufgabe sieht er darin, diese Potentiale der Mitarbeitenden in Wirkung zu bringen.

www.ulrichzimmermann.info
www.hikeandstrike.com

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